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Verantwortungsvolles Investieren

Ausschluss umstrittener Waffen aus den Hauptindizes

Umstrittene Waffen: Appell an die Indexanbieter

Februar 2019

Von Laurent Ramsey, Managing Partner and CEO

Wir appellieren an die Indexanbieter, umstrittene Waffen aus den Hauptindizes auszuschliessen.

Wir als Vermögensmanager stellen Kapital zur Finanzierung der Realwirtschaft zur Verfügung. Wir haben die Pflicht, dieses Kapital verantwortungsvoll zu verteilen, und müssen dabei die Bedürfnisse zukünftiger Generationen berücksichtigen.

Dazu gehört auch, dass wir nicht in Unternehmen investieren, die an der Herstellung umstrittener Waffen beteiligt sind. Aus diesem Grund appellieren wir gemeinsam mit anderen Vermögenseignern und Vermögensmanagern an die Indexanbieter, die umstrittenen Unternehmen aus ihren Hauptindizes auszuschliessen. Die Initiative, die zusammen mit Swiss Sustainable Finance umgesetzt wird, hat bereits über 140 Unterzeichner gefunden – auf die in der Summe ein Vermögen von 6,9 Bio. US-$ entfällt. Jetzt sind die Indexanbieter am Zuge.

Investments in Unternehmen, die mit umstrittenen Waffen wie Streumunition, Antipersonenminen sowie chemischen, biologischen und Atomwaffen zu tun haben, verstossen bereits gegen viele nationale und internationale Vorschriften und Abkommen wie den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen und das Übereinkommen zum Verbot von Streumunition.

Die Indexanbieter belassen sie aber weiterhin in ihren grossen Indizes. Für aktive Anleger hat die Umsetzung der Ausschlüsse einen zusätzlichen Tracking Error gegenüber den Standard-Benchmarks und weitere Kosten zur Konsequenz. Passive Anleger hingegen haben oftmals keine Wahl, weil die grosse Mehrheit der Strategien traditionelle, ausschlussfreie Indizes nachbildet.

Wenn Anleger heutzutage gängige Benchmarks nachbilden, tragen sie unweigerlich zur Finanzierung von Unternehmen bei, die an der Herstellung umstrittener Waffen beteiligt sind.

Das muss sich ändern. Gemäss internationalen Verträgen und Übereinkommen, Investmentpraktiken und der öffentlichen Meinung sollten sich Hersteller umstrittener Waffen nicht mehr so einfach Geld beschaffen können. Dem Konsens zufolge sollten sie aus aktiven und passiven Investments ausgeschlossen werden.

Wir sind der festen Überzeugung, dass die Anlegergemeinschaft eine treibende Kraft für positive Veränderung sein kann, die Verbesserungen bei der Corporate Governance und nachhaltigen Geschäftspraktiken bewirkt und einen Beitrag zur Finanzierung neuer Technologien zum Schutz der Umwelt leistet. Diese Initiative ist eine Chance, einen wirklichen Wandel herbeizuführen.